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Tourismus: Wichtigster Wirtschaftsfaktor für Bad Bevensen

BBM-Geschäftsführer Gerhard Kreutz (von links), Bad Bevensen Bürgermeisterin Gabriele Meyer, Marlis Kämpfer, Leiterin der Wirtschaftsförderung Uelzen aktiv, Tourismusforscher Dr. Manfred Zeiner vom dwif und Stadtdirektor Martin Feller.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um den Stellenwert des Tourismus für Bad Bevensen zu verdeutlichen, hatten die Bad Bevensen Marketing GmbH und die Kurgesellschaft Bevensen mbH im vergangenen Jahr eine Studie beim Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr (dwif) in Auftrag gegeben. Am vergangenen Dienstag, den 11. Februar, präsentierte der Tourismusforscher Dr. Manfred Zeiner vom dwif einer breiten Öffentlichkeit aus Politik und Gewerbe die Ergebnisse der Studie. Und die können sich sehen lassen:  Fast 80 Millionen Euro brutto wurden in Bad Bevensen allein durch den Tourismus erwirtschaftet. Nach Abzug von Mehrwertsteuer und Vorleistungen bleiben 43.4 Millionen Euro übrig. Dieser Betrag entspricht 20,4% aller Einkommen - statistisch gesehen stammt damit jeder fünfte Euro, der in Bad Bevensen verdient wird, aus dem Tourismus. „Eine richtig große Hausnummer“, kommentierte Dr. Zeiner, „bundesweit liegt der Schnitt bei 5 oder 6%.“

Direkte Profiteure des Einkommens aus dem Tourismus sind das Gastgewerbe, der Einzelhandel und Dienstleister. „Der Bäcker verkauft seine Brötchen nicht nur an Einheimische, sondern auch an Touristen und Gastbetriebe, und eine regionale Werbeagentur bekommt Aufträge von touristischen Betrieben, die wiederum Werbematerial für ihre Gäste brauchen“, erklärte Dr. Zeiner anhand einiger Beispiele. Auch die Kommune profitiert von den Steuereinnahmen.
Auch wenn die Zahl der Übernachtungen seit 2012 zurückgegangen ist – geschuldet vor allem dem Schließen einiger Häuser – konnte Bad Bevensen für das Jahr 2018 immer noch 521.000 Übernachtungen verzeichnen: Ein guter Wert, zusammen mit 1,121 Millionen Aufenthaltstagen, in die auch Tagesaufenthalte mit einflossen. Bei den Übernachtungen verdeutlichte Dr. Zeiner die Bedeutung der Kliniken: Fast 42% der Übernachtungen entfallen auf die Reha-Abteilungen der DianaKlinik und des HGZ. 
Die guten Zahlen seien jedoch kein Anlass zum Zurücklehnen, unterstrich Dr. Zeiner. Um die Ansprüche der Gäste zu befriedigen, müssten alle Beteiligten an einem Strang ziehen: Kommune, Unterkunftsgewerbe und Einzelhandel seien gehalten, in die Infrastruktur und ihre eigenen Betriebe zu investieren. Stillstand bedeute Rückschritt, und in der Folge würden Touristen woandershin fahren. „Um den Tourismus in der Stadt weiter zu stärken halten wir einen engen Draht zur Werbegemeinschaft Bad Bevensen, dem Verein Bad Bevensen Wirtschaft & Tourismus, der Kurgesellschaft und der Bad Bevensen Marketing GmbH“, betont Bad Bevensen Bürgermeisterin Gabriele Meyer. Im Ausschuss für Kultur und Tourismus der Stadt werden ebenfalls die neusten Entwicklungen aufgezeigt, diskutiert und über Investitionen beraten.
Dabei lohnt es sich zu investieren: Mit fast 480. Millionen Übernachtungen in 2018 steuert Deutschland einen touristischen Rekord an, und gerade Deutsche verbringen ihren Urlaub bevorzugt im eigenen Land.

Eine besondere Bedeutung kommt dem Bereich des Wohnmobiltourismus zu. In der Wohnmobilwirtschaft sind zweistellige Zuwächse zu verzeichnen, die Zahl der gekauften Wohnmobile steigt unablässig. Die Wohnmobilisten zieht es mehr ins Zentrum von Orten als an den Waldrand – der neue Wohnmobilstellplatz, den die Stadt in der Nähe des Kurzentrums und der Jod-Sole-Therme derzeit plant, ist daher ein vielversprechendes Instrument zur Gewinnung neuer Gäste. „Wir haben schon jetzt in diesem Bereich einen provisorischen Ausweichparkplatz für Wohnmobile ausgewiesen, solange das neue Baugebiet In der Hese IV erschlossen wird“, sagt Stadtdirektor Martin Feller.

 

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