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Legenden des Lopautals - 80 Teilnehmer bei Samtgemeindewandertag der Gemeinde Wriedel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Gemeinde Wriedel war kürzlich Gastgeber des Samtgemeindewandertages der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf. Start war am Treppenspeicher in Wulfsode, um einen Teil des Lopautales zu erwandern. Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Samtgemeindebürgermeister Hans-Peter Hauschild stimmte Wriedels Bürgermeister Jörg Peter die etwa 80 erschienen Wanderinnen und Wanderer auf die Strecke und ihre Besonderheiten ein, ergänzt wurden seine Ausführungen durch Bernd Wedell, Leiter der Wandergruppe des SV Natendorf. Dann ging es bei herrlichem Sonnenschein und Temperaturen über 20 Grad Celsius in das vor etwa 200.000 Jahren von der Saale-Eiszeit geschaffene Lopautal bis zu den Ostermoorteichen. Dort wurde ein erster kurzer Halt eingelegt.

Die Entstehung dieser und weiterer Teiche wie den Süderteichen, den Westergrund- und Königsteichen durch den Industriellen Richard Toeppfer wurde erklärt. Toepffer wollte die quellreichen Gründe und Täler um Lopau zur Fischzucht nutzen und schuf um 1900 diese Teiche zur Forellenzucht, ihre Gesamtfläche beträgt etwa 15 Hektar.

Weiter ging es auf den etwa 20 Meter hohen „Töpferturm. Dieser Turm wurde durch Toeppfer als Gästehaus für die Herren erbaut, für die Damen gab es ein Kaffeehaus am gegenüberliegenden Lopauufer.

Toeppfer prägt von 1895 bis etwa 1910 wie kein anderer die Landschaft rund um den Ort Lopau. Mit den von ihm in Magdeburg produzierten Dampfpflügen war man erstmalig in der Lage, die wasserundurchlässige Ortsteinschicht bis in einem halben Meter Tiefe zu durchbrechen. Über 600 Hektar karger und überwiegend sandiger Heidelandschaft konnte so auch mit Hilfe des neuartigen Kunstdüngers in eine durch Forst- Land- und Fischwirtschaft geprägte Kulturlandschaft umgewandelt werden.

Die letzten Bewohner des Ortes Lopau haben in den siebziger Jahren ihre Heimat verlassen müssen, da die Bundeswehr circa zwei Kilometer südlich eine Schießbahn benötigte.

Bürgermeister Peter bedankte sich zum Abschluss der Wanderung ausdrücklich bei der Feuerwehr Wulfsode für die Betreuung und vor allem für die Begleitung der Wanderung und die Sicherstellung einer Rettungskette mithilfe von Funkgeräten, denn: im gesamten Lopautal gibt es keinen Handyempfang und so konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer voll und ganz auf die Wanderung konzentrieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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