Rad- und Fußverkehr

Mitmachen erwünscht: Sicher zu Fuß durch Bad Bevensen

Fußverkehrs-Check startet mit digitaler Ideenkarte

 

Ist der Schulweg zu Fuß sicher? Können Straßen von Fußgängerinnen und Fußgängern gefahrlos überquert werden? Gibt es Stolperfallen oder Hindernisse für Rollatoren oder Rollstühle auf den Wegen?  Unter anderem diese Fragen will die Stadt Bad Bevensen mit einem „Fußverkehrs-Check“ prüfen. Zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern sollen Wege in der Kurstadt unter die Lupe genommen werden.

„Zu Fuß gehen wird als Verkehrsart manchmal vernachlässigt“, sagt Stadtdirektor Martin Feller. „Alle reden über Autos und Fahrräder – dabei ist es doch am einfachsten, Wege auf den eigenen zwei Beinen zurückzulegen.“ Ein Radverkehrskonzept hat die Stadt bereits – nun dreht sich alles um die Fußgängerinnen und Fußgänger. Damit es sich in Bad Bevensen künftig noch besser gehen lässt, soll die Situation des Fußverkehrs in öffentlichen Rundgängen und Workshops vor Ort diskutiert werden. Um hierbei möglichst viele Blickwinkel und Möglichkeiten zu berücksichtigen, sollen schon im Vorfeld viele Einwohnerinnen und Einwohner der Samtgemeinde mitmachen. Die Ideenkarte bietet als Online-Plattform einen guten Rahmen, um möglichst zahlreiche Menschen zu erreichen und hoffentlich eine Menge kreativer Ideen zu sammeln. „Es sind Ideen und Vorschläge gefragt, um die Situation für die Fußgängerinnen und Fußgänger zu verbessern“, erläutert Bauamtsleiter Oliver Willing. Auf der digitalen Ideenkarte ist es möglich, Punkte oder Strecken einzuzeichnen, diese einem bestimmten Thema zuzuordnen und dann mit einem kurzen Text zu beschreiben, welche Idee dahintersteckt. So können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger unkompliziert zum Prozess einbringen.

 Anschließend werden gemeinsam Maßnahmen zur Förderung des Fußverkehrs entwickelt. Kern dieser Bürgerbeteiligung sind ein Auftaktworkshop und zwei Begehungen, bei denen an Ort und Stelle die Situation, der zu Fuß Gehenden analysiert wird. Die Stadt Bad Bevensen gehört zu den Kommunen in Niedersachsen, die bei diesem Thema Unterstützung von der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) bekommen. Deren Beratungseinheit MOBILOTSIN koordiniert den Ablauf des Fußverkehrs-Checks. Die Mittel stammen vom Land Niedersachsen.

Und es geht jetzt auch ganz praktisch los: Beim Auftaktworkshop am 1. September 2026 werden mit den teilnehmenden Bürgerinnen und Bürgern die gewonnenen Erkenntnisse der Onlinebeteiligung sowie weitere Belange der Fußgängerinnen und Fußgänger herausgearbeitet. Am 22. September folgen jeweils am Mittag und Abend eine Begehung, um die Situation vor Ort zu erkunden. Bei einem Abschlussworkshop am 8. Dezember werden die Ergebnisse des Fußverkehrs-Checks zusammenfassend vorgestellt und erste Lösungsansätze und mögliche Maßnahmen erörtert. In allen Phasen des Fußverkehrs-Checks wird die Gemeinde vom Planungsbüro IKS Mobilitätsplanung unterstützt, dass die Fußverkehrs-Checks im Auftrag der LNVG durchführt.