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    Alternativen zur Y-Trasse - So sieht es der Samtgemeindebürgermeister:

    Sehr geehrte Einwohnerinnen und Einwohner,

    am 11. November fand eine Sitzung des Samtgemeinderats statt, die ich für eine der interessantesten der letzten Zeit halte und das ging offenbar den zahlreichen Zuhörern ebenso. Dabei gab es gar nichts zu beschließen, sondern „nur“ etwas zum Zuhören, und das hatte es wirklich in sich: Dr. Rudolf Breimeier, Ministerialdirigent a.D. und einer der planerischen Väter der Y-Trasse für den Güterverkehr der deutschen Seehäfen  stellte seine neuen Überlegungen zu einer Variante der Streckenführung  vor („Breimeier-Variante“).

    Alle bisherigen Trassenvorschläge (ob als Erweiterung im Bestand oder als Neubau) haben den Nachteil, dass sie in Bahn-in Knotenpunkte hineinführen, die bereits jetzt ausgelastet oder überlastet sind.

    Die „Breimeier-Variante“ schlägt deshalb eine Verschiebung des Güterverkehrs auf den sog. Ostkorridor vor (über Magdeburg, Halle/Leipzig nach Bayern), parallel zur bisherigen Güter-Strecke über Hannover und Würzburg. Im Gegensatz zu dieser, bisher für Güterverkehr hauptsächlich genutzten Streckenführung ist der Ostkorridor bei weitem nicht ausgelastet und bietet großes Potenzial für eine Erweiterung der bestehenden Kapazitäten.

    Die Anbindung der Seehäfen Bremen, Bremerhaven und Hamburg an den Ostkorridor erfolgt nach der „Breimeier-Variante“ bei Wittenberge  über eine Ost-West-Strecke von Bremerhaven über Harsefeld,  Jesteburg  und Lüneburg – eine Verschiebung der alten „Amerika-Linie“ nach Norden.

    Dr. Breimeiers Vorschlag hat auch die volle Unterstützung des Verkehrsclub Deutschland (VCD), der sich für umweltverträgliche Mobilität einsetzt. Das machte in der Diskussion dessen Vertreter sehr deutlich.

    Einen interessanten Hinweis gab Dr. Breimeier für den Personenverkehr auf der Strecke Hamburg-Hannover: In der EU gibt es Überlegungen, auf bestimmten hoch ausgelasteten Strecken dem Güterverkehr Vorrang für dem Personenverkehr einzuräumen. Selbst bei einem Ausbau der Bestandsstrecke können also Bad  Bevensen und Uelzen keinesfalls sicher sein, nicht „abgehängt“ zu werden.

    Aus meiner Sicht muss unsere Samtgemeinde nach dem Vortrag von Dr. Breimeier jetzt vor allem dazu beitragen, dass sein Vorschlag in die Reihe der zu prüfenden Varianten aufgenommen wird. Dafür sollte unsere Region im Dialogverfahren mit der Bahn, das im Frühjahr stattfinden wird, möglichst mit einer Stimme sprechen.

    Dr. Breimeier hat in der Sitzung des Samtgemeinderates eine Fülle weiterer hochinteressanter Informationen präsentiert. Ich kann sie hier gar nicht alle aufführen.

    Aber wir können sie Ihnen zur Verfügung stellen: gleich nebenan unter „Breimeier-Variante“.

    Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Adventszeit .

    Herzliche Grüße
    Ihr
    Hans-Jürgen Kammer
    Samtgemeindebürgermeister

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